Kategorie-Archiv: Fundstücke

Douglas DC3

 

Auf einer so langen Reise trifft man einige vom selben Schlag, „Profiweltenbummler“ bis hin zu Anfängern wie uns. Jeder erzählt vom Erlebten und wir „verfolgen“ uns gegenseitig auf unseren Internetseiten. So ist folgendes Fundstück auch nicht von uns erstöbert, sondern quasi von der Pistenkuh empfohlen.

Eine Douglas DC3 der US Army, in Deutschland besser bekannt als Rosinenbomber, am 21. November 1973 am Strand notgelandet.

Fahrzeugmuseum Skagafjörður

 

Unser Reiseführer weist in der Anfahrtsbeschreibung extra darauf hin, dass diese Ansammlung von Fahrzeugen kein privater Schrottplatz, sondern das Transportmuseum ist. Ganz so schlimm ist es aber nicht. Es erweckt sogar einen ordentlicheren Eindruck als das schon vorgestellte Museum in Ystafell. Dennoch sind die Parallelen klar zu erkennen: Zwei schöne neue Fahrzeughallen mit restaurierten Fahrzeugen, ein paar Hingucker vor dem Gebäude und der für „Entdecker“  eigentlich interessante eingewachsene Fuhrpark hinter dem Gebäude.

Fahrzeugmuseum Ystafell

 

Ein Beitrag für die Kraftfahrer in der Gemeinde. Auf Ystafell befindet sich das älteste Automuseum Islands. „Wirf nie etwas weg, denn morgen brauchst du es sicher!“ Soll der Gründer Ingólfur immer gesagt haben. So sieht es auf dem Gelände der ehemaligen Werkstatt auch aus. Diese Sammlerleidenschaft machte wohl die Existenz des Museum erst möglich. Inzwischen wurden neben den Werkstattgebäuden und Scheunen zwei große Besucherhallen errichtet. Die Exponate stehen dicht an dicht, man könnte nicht mal die Türen öffnen. Als Fahrzeughistorie wird lediglich auf die vielen Vorbesitzer und den Einsatzzweck verwiesen. So sind zum Beispiel Militärgeräte aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen, die später von Bauern zum Lavaräumen benutzt wurden und sogar als schneetauglicher Schulbus dienten.

Unser Eindruck von den privaten Schrottplätzen spiegelt sich auch hier wieder. Die Fahrzeuge wurden rund um Island von Privatleuten aufgelesen oder hier abgegeben. Die schönsten und besterhaltenen Ausstellungsstücke haben es in die zwei Hallen geschafft, einen regionalgeschichtlichen Bezug à la HORCH, SACHSENRING oder IFA gibt es nicht. Überall liegen original verpackte Ersatzteile, Embleme, Bedienungsanleitungen, Werbeutensilien, Werkzeuge etc. in den Regalen, auf den Ladeflächen und in den Fahrzeugen kreuz und quer. Unzählige teilrestaurierte Kraftfahrzeuge stehen noch in den Werkstätten und Scheunen. Was nicht (mehr) in die Hallen gepasst hat, parkt vor dem Museum und was nicht mehr zu restaurieren lohnt, hat seine ewige Ruhestätte auf dem (Schrott-)Platz hinter dem Museum gefunden. „Passt auf, wo ihr hintretet“ gibt uns der Museumsbesitzer zu verstehen, als wir uns auf machen, auch diesen noch zu erkunden. Nach einem kleinen technischen Plausch an unserem Oldtimer dürfen wir sogar auf dem Besucherparkplatz übernachten.

Zum Abschied am nächsten Morgen gibt er uns noch einen Tipp für ein weiteres Fahrzeugmuseum in Stóragerdi. Na dann dürfen wir gespannt sein.

Volvo und Co.

 

Teilweise fahren die erstöberten Gefährte noch mit gültiger Zulassung umher, teilweise werden wir aber auch auf den unzähligen (Privat-)Schrottplätzen fündig. Die Isländer trennen sich nur ungern von Ihren Altfahrzeugen, lieber sammeln sie diese in Ihren Vorgärten oder mitten auf dem Gehöft. Es könnte ja noch eine Verwendung geben…