Der Vulkan brodelt vor sich hin

Graph showing earthquake timing and magnitude

 

Die Meldungen der letzen zwei Wochen können wir für euch wie folgt zusammenfassen: Der erwartete Gletscherlauf ist noch ausgeblieben, die Wissenschaftler sind sich allerdings einig, dass es eine Eruption des Barðarbunga unter dem Eis gegeben hat. Nach aktuellen GPS-Messungen hat sich die Gletscherkappe über der Caldera um mittlerweile fast 25m abgesenkt. Diese Menge an geschmolzenem Eis entspricht in etwa der bis dato ausgetretenen Lava der vier neuen Krater im Holuhraun-Lavafeld. Es sind bereits 38km² Fläche mit neuer Lava bedeckt. Inzwischen spuckt zwar nur noch ein Krater, dafür aber mit bis zu 120m hohen Lavafontainen. Ein akutes Problem besteht derzeit in den schwefeldioxidhaltigen Gasen, die ebenfalls austreten. Je nach Windrichtung gibt es ständig neue Warnungen an die Bevölkerung, Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten. Von Bekannten haben wir erfahren, dass in einigen Tälern der äußerst unangenehme schwefelige Dunst regelrecht festhing.

Erdbeben gibt es immernoch, allerdings deutlich weniger. Dafür aber durchweg recht starke Beben – bis 5.5 auf der Richter-Skala. Von den Erdbeben merken wir nachwievor nichts, manchmal sieht man am Nachthimmel aber den hellen orangenen Schein der sprühenden Lava. Die Gegend um die Ausbruchstelle ist noch weiträumig gesperrt, wir werden wohl keine Chance mehr haben, in die Nähe zu gelangen, die einzige Möglichkeit wäre ein sündhaft teurer Hubschrauberflug. Nachfrage bestimmt eben das Angebot – und den Preis 😉

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